{"id":45,"date":"2010-06-09T21:49:41","date_gmt":"2010-06-09T20:49:41","guid":{"rendered":"http:\/\/hartz4-muss-weg.de\/?p=45"},"modified":"2010-06-09T21:49:41","modified_gmt":"2010-06-09T20:49:41","slug":"gegen-bildungskahlschlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hartz4-muss-weg.de\/?p=45","title":{"rendered":"Gegen Bildungskahlschlag!"},"content":{"rendered":"<p>Beim zus\u00e4tzlichen Aufmarsch der Jeden-Monat-Demo zur Bildungsstreik-Demo des Mainzer Bildungsstreik-B\u00fcndnisses haben wir einen Redebeitrag zur Abschlusskundgebung auf dem Gutenbergplatz beigesteuert. Hier das Transkript der Rede von Manfred Bartl:<\/p>\n<p>Liebe Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler!<br \/>\nLiebe Auszubildende!\u00a0\u00a0 Liebe Studierende!<br \/>\nLiebe Erwerbslose!<br \/>\n<strong>Liebe Bildungshungrige!<\/strong><\/p>\n<p>Mein Name ist Manfred Bartl und ich spreche zu Euch als Mitorganisator der Jeden-Monat-Demo, die sich auch dieses Jahr wieder solidarisch der Bildungsstreik-Demo angeschlossen hat &#8211; mit einem <em>zus\u00e4tzlichen<\/em> Aufmarsch!<\/p>\n<p>Ich bin hier als Sprecher der Mainzer Initiative gegen HARTZ IV und als Vorstandsmitglied von Linksw\u00e4rts e. V., dem Mainzer Verein, unter dessen Mitwirkung Anfang November 2008 der bundesweite Bildungsstreik von Heidelberg aus initiiert wurde.<\/p>\n<p>Und nicht zuletzt stehe ich hier als Euer unabh\u00e4ngiger Bildungsstreik-Kandidat im Mainzer Wahlkreis 27 zur Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2011!<\/p>\n<p>Erwerbslose, Sch\u00fclerInnen, Auszubildende, Studierende &#8211; eigentlich befinden wir alle uns in derselben Lage: Unsere Regierenden haben den Wassereimer der Staatsfinanzen mit gro\u00dfz\u00fcgiger Geste in die bl\u00fchenden Auen der Finanzm\u00e4rkte geleert &#8211; und jetzt bohren sie L\u00f6cher in den Boden, damit das ohnehin nicht mehr vorhandene Wasser leichter ablaufen bzw. sich gar nicht mehr ansammeln kann.<br \/>\n<strong><br \/>\nEin paar L\u00f6cher f\u00fcr die Bildung<\/strong>: das Sparprogramm des zertifizierten Studienabbruchs bekannt unter dem Namen <em><strong>Bachelor<\/strong><\/em>;\u00a0\u00a0 der gerade in Hessen &#8211; trotz k\u00e4mpferischer Proteste auch von Seiten der Hochschulleitungen &#8211; unterzeichnete <em><strong>Hochschulpakt<\/strong><\/em>, mit dem 30 Millionen Euro &#8220;eingespart&#8221; werden sollen.<\/p>\n<p><strong>Ein paar L\u00f6cher f\u00fcr die Erwerbslosen<\/strong>: <em><strong>B\u00fcrgerarbeit<\/strong><\/em> als kombinierte ALG-II- und Ein-Euro-Job-Versch\u00e4rfung;\u00a0\u00a0 <em><strong>Wohnkostenpauschalen<\/strong><\/em> als Erpressung zur &#8220;freiwilligen&#8221; Kostensenkung;\u00a0\u00a0 eine <em><strong>Sparklausur der Bundesregierung<\/strong><\/em>, die uns <em><strong>ALG-I-K\u00fcrzungen<\/strong><\/em>, die <em><strong>Streichung des Armutsgew\u00f6hnungszuschlages<\/strong><\/em>, nach der Anrechnung des Kindergeldes auf Hartz IV nun auch noch die <em><strong>Streichung des Elterngeldes<\/strong><\/em>, die <em><strong>Streichung des<\/strong><\/em> &#8211; ohnehin l\u00e4cherlich geringen &#8211; <em><strong>Rentenversicherungsbeitrags<\/strong><\/em> und weitere K\u00fcrzungen bei den F\u00f6rderma\u00dfnahmen einbrocken m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Besonders plastisch stelle ich mir die Situation eines Menschen vor, der nach einem Jahr versicherungspflichtiger Assistentent\u00e4tigkeit an der Uni w\u00e4hrend des einen Jahres im ALG-I-Bezug ein Kind bekommt, dabei mit weniger ALG I als bislang auskommen muss und schlie\u00dflich ohne Armutsgew\u00f6hnungszuschlag und obendrein auch noch ohne Elterngeld in Hartz IV reinrauscht &#8211; <em>das<\/em> sind doch mal Perspektiven f\u00fcr junge akademische Eltern und ihre Kinder!<\/p>\n<p>\u00dcber diese aktuellen Einschnitte bei uns Erwerbslosen lasse ich mich umfassend <strong>kommenden Mittwoch bei der regul\u00e4ren Jeden-Monat-Demo<\/strong> noch zur Gen\u00fcge aus, die am dritten Mittwoch im Monat, dem 16. Juni wie gewohnt um 12 Uhr am M\u00fcnsterplatz startet &#8211; darauf k\u00f6nnt Ihr Euch verlassen!\u00a0\u00a0\u00a0 Ihr seid herzlich eingeladen, Euch umgekehrt uns Erwerbslosen anzuschlie\u00dfen!<\/p>\n<p>Obwohl sich bei uns Erwerbslosen mit der Wiederholung des historischen Irrtums, den Erwerbslosen als S\u00fcndenbock hinzustellen, <strong>die gr\u00f6\u00dfere Trag\u00f6die<\/strong> anbahnt &#8211; oder <em><strong>das revolution\u00e4rste Potenzial<\/strong><\/em> aufgebaut wird, je nachdem -, geht mit dem Angriff auf den Bildungssektor eine <strong>noch umfassendere Umw\u00e4lzung unserer zivilisatorischen Errungenschaften<\/strong> einher! <em><strong>Jahrhunderte<\/strong><\/em> der Aufkl\u00e4rung, der akademischen Freiheit und des gesellschaftlichen Fortschritts stehen auf dem Spiel, wenn Bildung nur noch mit Lernen gleichgesetzt, die institutionelle Bildung auf Ausbildung eingeengt und der Bildungsb\u00fcrger \u00fcberhaupt nicht mehr zum Ziel von Bildungsbem\u00fchungen gemacht, ja geradezu <em>bek\u00e4mpft<\/em> wird.<\/p>\n<p>Nun sind Bildung und Ausbildung in der Regel nicht sauber zu trennen, worauf auch Carsten Jakobi auf Einladung von Linksw\u00e4rts am Freitagabend um 19 Uhr im Institut f\u00fcr Vor- und Fr\u00fchgeschichte am Schillerplatz hinweisen wird. Der inkludierte Gebildete kommt in der Marktwirtschaft kaum umhin, seine Bildung auch als Qualifikation ein- und umzusetzen. Ich stelle da wohl eher eine Ausnahme dar! \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Jedenfalls wurde die Bedingung der Marktferne der Hochschul(aus)bildung endg\u00fcltig zu Grabe getragen durch <strong>Studiengeb\u00fchren<\/strong> bzw. hier in Rheinland-Pfalz mit der Einf\u00fchrung von <strong>Studienkonten<\/strong>, was einen Ausbildungsmarkt schuf und die Kenngr\u00f6\u00dfe des hurtigen Studienabschlusses als repressives Qualit\u00e4tskriterium des ordentlichen Studierenden etablierte. Auf die Spitze getrieben wurde das Leitbild des nach einem schnellen Studienabschluss strebenden Studierenden mit dem <strong>Bachelor<\/strong> als de facto zertifizierter Studienabbruch, quasi nach dem Vordiplom. Der Bachelor ist aber auch differenzierter geworden. In meinem Weblog habe ich schon Ende August 2009 auf den Bachelor-Studiengang &#8220;Integrated Life Science [ILS] &#8211; Biologie, Biomathematik, Biophysik&#8221; der Universit\u00e4t Erlangen und auf ein damit verbundenes Problem hingewiesen: Was war bislang eine Kernanforderungen an alle Arbeitsuchenden gewesen? War nicht immer <em><strong>Flexibilit\u00e4t<\/strong><\/em> gefordert? Da kann man nur sagen: Herzlichen Gl\u00fcckwunsch den <em>sagen wir mal<\/em> 70 Prozent, die ihr planwirtschaftliches Soll erf\u00fcllen und einen Job im angestrebten Berufsfeld ergattern! Aber werden es die restlichen 30 Prozent leichter haben, einen zufrieden stellenden Arbeitsplatz zu finden, leichter als jemand mit einem zumindest einen Fachbereich einigerma\u00dfen universell abdeckenden Diplom-Abschluss? Denn die Bezeichnung &#8220;Integrated Life Sciences &#8211; Biologie, Biomathematik, Biophysik&#8221; deutet ja ausf\u00fchrlichst auf die hochgradige Spezialisierung hin &#8211; also das genaue Gegenteil dessen, was die deutsche Hochschullandschaft bislang auszeichnete: eine wissenschaftlichen Anspr\u00fcchen gen\u00fcgende und nach eingehender Anleitung zur wissenschaftlichen Arbeit auch auf anderen Berufsfeldern qualifizierende breite, umfassende und universale Bildung. Wie soll sich ein Bachelor dieses ILS-Studiengangs, der sich schon auf der Ebene des bisherigen Vordiploms hochgradig spezialisiert hat, wie es selbst im neuen System doch eigentlich Master-AbsolventInnen zuk\u00e4me, auf einem anderen Feld zurechtfinden k\u00f6nnen? Wird denn die wissenschaftliche Methode hinreichend einge\u00fcbt? Und wenn Nein &#8211; was hat der Studiengang dann \u00fcberhaupt an einer Universit\u00e4t verloren?<\/p>\n<p>Auch bei den Sch\u00fclerInnen ist Eile eingekehrt mit dem <strong>G8-Gymnasium<\/strong>, dessen Konzept mit Bildung in keinem wie auch immer gearteten Zusammenhang steht. Ziel des G8-Gymnasiums ist einzig die Ausr\u00e4umung von vermeintlichen und vereinzelt tats\u00e4chlichen Wettbewerbsnachteilen deutscher Abiturienten im internationalen Konkurrenzkampf um die besten Studienpl\u00e4tze gegen\u00fcber j\u00fcngeren AbsolventInnen in anderen L\u00e4ndern. Beispielhaft zitiere ich einen Satz aus einem ZEIT-Artikel von Thomas Kerstan von 2008:<br \/>\n&#8220;Bei interessanten Jobs, das erf\u00e4hrt jeder Bewerber im In- und Ausland, z\u00e4hlen bei der Einstellung immer die Qualifikation <em>und<\/em> die Zeit, innerhalb derer sie erlangt wurde. Da zieht der deutsche Durchschnitts-Hochschulabsolvent mit seinen 28 Jahren eben den K\u00fcrzeren gegen\u00fcber dem 24-j\u00e4hrigen Niederl\u00e4nder oder Engl\u00e4nder <em><strong>gleicher Qualifikation<\/strong><\/em>.&#8221;<br \/>\nDa Kerstan offenkundig auf den gleichen <em>formellen<\/em> Abschluss abzielt, d\u00fcrfte sich eine tats\u00e4chlich &#8220;<em>gleiche<\/em> Qualifikation&#8221; erst im individuellen Vergleich ergeben. Ich bezweifle, dass ein 24-j\u00e4hriger Niederl\u00e4nder oder Engl\u00e4nder dann noch eine reelle Chance gegen seinen 28-j\u00e4hrigen deutschen Mitbewerber mit <em>echtem<\/em> Abitur und <em>Humboldt&#8217;schem<\/em> Diplom haben d\u00fcrfte! Abgesehen davon kann der Konkurrenzkampf &#8211; und erst recht einer \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg &#8211; nicht Ziel einer aufgekl\u00e4rten Gesellschaft sein!<\/p>\n<p>Sowohl beim Bachelor als auch beim G8-Gymnasium h\u00f6rt man <strong>oft<\/strong> &#8211; und im Zuge der Evaluation der Auswirkungen beider Reformen <strong>immer \u00f6fter<\/strong> &#8211; die Begleitforderung, <strong>Studieninhalte und Lehrpl\u00e4ne zu<\/strong> &#8220;<em><strong>entschlacken<\/strong><\/em>&#8221; &#8211; leider auch aus dem Mund oder der Feder mancher Sch\u00fclerInnen und Studierenden. Man muss keine h\u00f6here Mathematik bem\u00fchen, um zu erkennen, dass damit zwangsweise Bildungseinschr\u00e4nkungen einhergehen. Hinzu kommt beim G8-Gymnasium die fl\u00e4chendeckende Einf\u00fchrung von Ganztagsschulen, die sich nat\u00fcrlich ebenfalls nachteilig auf die Bildung auswirken muss.<\/p>\n<p>Denn damit kommen wir zu den Bereichen, wo Bildung zwar nicht abgebaut, aber dort herbeiphantasiert wird, wo gar keine ist. Auf dem Bildungspodium I des OPEN OHR-Festivals hat Prof. Hamburger noch einmal betont, woraus es bei der Bildung zuallererst ankommt: auf das <em><strong>sich<\/strong><\/em> bildende Subjekt! Seine Bemerkung habe ich dankbar aufgegriffen, um festzuhalten, dass der Begriff von der &#8220;<em>fr\u00fchkindlichen Bildung<\/em>&#8221; demzufolge eine neoliberale Nebelkerze darstellt, da das Subjekt g\u00e4nzlich fehlt. Fraglos ist es eine gut gemachte Nebelkerze und sie wirkt auch noch nach, obwohl in neueren Dokumenten wohl dem korrigierten Begriff der &#8220;fr\u00fchkindlichen F\u00f6rderung&#8221; der Vorzug gegeben wird. Es bleibt festzuhalten, dass der sogenannte Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz\u00a0 f\u00fcr unter Dreij\u00e4hrige (man beachte wieder das Subjekt, das seinen Rechtsanspruch ggf. geltend machen m\u00fcsste) ein bestenfalls gut gemeintes Projekt der <strong>Gegenaufkl\u00e4rung<\/strong> ist wie auch G8, Ganztagsschule, Bachelor, Exzellenzinitiative und so weiter, in diesem Fall, weil verallgemeinernde Politik mit dem worst case-Szenario gemacht wird, das Euch allen wohl vor Augen stehen d\u00fcrfte: die Kinder aus Familien mit Hartz-IV- und am besten auch noch Migrations-Hintergrund, denen schon der hinreichende Erwerb der deutschen Sprache von ihren Eltern aktiv verwehrt werde. Ein skandal\u00f6ses Weltbild, das unmittelbar auf die sich in diesem Sinne \u00c4u\u00dfernden zur\u00fcckf\u00e4llt:<\/p>\n<ul>\n<li>Kennen sie Artikel 6 Absatz 2 Grundgesetz, in dem es hei\u00dft, Pflege und Erziehung der Kinder seien &#8220;das nat\u00fcrliche Recht der Eltern und die zuv\u00f6rderst ihnen obliegende Pflicht&#8221;?<\/li>\n<li>Wissen sie, dass, wenn es weiter hei\u00dft: &#8220;\u00fcber ihre Bet\u00e4tigung wacht die staatliche Gemeinschaft&#8221;, damit vor allem die optimale staatliche Ausr\u00fcstung aller Eltern f\u00fcr ihre grundgesetzlich zugesicherten Rechte und Obliegenheiten gemeint ist und nur n\u00f6tigenfalls eine ersatzweise F\u00f6rderung durch den Staat?<\/li>\n<li>Ist ihnen klar, dass die durch Eltern organisierte fr\u00fchkindliche F\u00f6rderung keine Bildung darstellt, sondern schlicht und ergreifend Sozialisiation und dass diese breitestm\u00f6glich angelegt werden m\u00fcsste? Selbst der Kindergarten ab drei Jahren, den ich keineswegs ablehne, stellt allenfalls einen Teil der Sozialisation dar &#8211; und ganz sicher nicht den entscheidenden. Wie auch? Mit lediglich Gleichaltrigen und ein paar Respektspersonen in der Umgebung!<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Freiheit zum selbstbestimmten Leben und den unwahrscheinlich vielf\u00e4ltigeren M\u00f6glichkeiten des intakten sozialisierenden Elternhauses muss immer den Vorzug gew\u00e4hrt werden vor der institutionellen F\u00f6rderung und der Abschiebung in Kindertagesst\u00e4tten und Ganztagsschulen, damit die Eltern ungest\u00f6rt ihrem Einkommenserwerb nachgehen k\u00f6nnen, was nach dem Grundgesetz gar nicht ihre erste Pflicht sein darf. Unsere <strong>Forderung<\/strong> hier muss sein, dass die Arbeit \u00fcber eine Reduzierung der w\u00f6chentlichen Arbeitszeit, etwa auf eine <em><strong>25-Stunden-Woche<\/strong><\/em>, grunds\u00e4tzlich fairer verteilt wird, um die Arbeitslosenzahlen endlich runterzubekommen, und Eltern zur Wahrung ihrer elterlichen Aufgaben, etwa mit ausgeweiteter Elternzeit, noch dar\u00fcber hinaus von ihren sekund\u00e4ren Aufgaben entlastet werden.<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassend<\/strong> m\u00f6chte ich hier keine Einzelforderungen des Mainzer oder bundesweiten Bildungsstreiks paraphrasieren, die man online jederzeit nachlesen kann, und auch keine spezifischen Erwerbslosenforderungen einbringen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte vielmehr darauf hinweisen,<\/p>\n<ul>\n<li>dass wir in Deutschland rund doppelt so viele Arbeitslose haben, wie die regierungsseitig gesch\u00f6nten, besser gesagt: gef\u00e4lschten Statistiken hergeben.<\/li>\n<li>dass die Arbeitslosigkeit gem\u00e4\u00df den schon bisher daf\u00fcr sorgenden Bedingungen weiter ansteigen und sich auch &#8211; und vermehrt &#8211; aus den HochschulabsolventInnen rekrutieren wird.<\/li>\n<li>und dass die Arbeitslosen der Zukunft allenfalls gebildetere Arbeitslose sein werden, aber nicht weniger\u2026 was allerdings auch nur eine eher euphemistisch-anekdotische Einsch\u00e4tzung ist, denn auf der anderen Seite stehen <em>die<\/em> Jugendlichen, die ohne jede Ausbildung <em>v\u00f6llig<\/em> perspektivlos sich selbst \u00fcberlassen bleiben sollen\u2026<\/li>\n<\/ul>\n<p>An die Parteien wende ich mich mit der Forderung, ihr &#8220;<strong>Projekt der Gegenaufkl\u00e4rung<\/strong>&#8220;, mit dem sie gerade als <strong>Zerst\u00f6rer der Zivilisation<\/strong> in die Geschichte einzugehen drohen, zu \u00fcberdenken.<\/p>\n<p><strong>Bildung darf nicht zur Eintrittskarte in die Gesellschaft werden und limitierte Bildung darf nicht zur Exklusion f\u00fchren!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bildung muss Bildung bleiben und darf nicht auf Lernen oder Wissen reduziert werden!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ja, Bildung ist Selbstzweck! &#8211; Bildung ist trotzdem geil!<\/strong><br \/>\n<strong><br \/>\nMacht Schluss mit der Klassengesellschaft!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wissensgesellschaft hei\u00dft Wissenskommunismus &#8211; da bei\u00dft die Maus keinen Faden ab!<\/strong><br \/>\n<strong><br \/>\nBildung f\u00fcr alle &#8211; und zwar umsonst!<\/strong><br \/>\n<strong><br \/>\nBildet Euch!<\/strong><\/p>\n<p>Manfred Bartl<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim zus\u00e4tzlichen Aufmarsch der Jeden-Monat-Demo zur Bildungsstreik-Demo des Mainzer Bildungsstreik-B\u00fcndnisses haben wir einen Redebeitrag zur Abschlusskundgebung auf dem Gutenbergplatz beigesteuert. Hier das Transkript der Rede von Manfred Bartl: Liebe Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler! Liebe Auszubildende!\u00a0\u00a0 Liebe Studierende! Liebe Erwerbslose! Liebe Bildungshungrige! 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